Das erreichte uns heute um ca. 15 Uhr....
Angerlauf 8.1.2011 - Ein Kurzbericht von Melanie
Eines vorab: sooo viele LC´ler habe ich selten auf einem Haufen gesehen, wir waren bestimmt um die 20 Teilnehmer!!! Auch der ASV hatte einige Teilnehmer geschickt... Bei Temperaturen um 12 °C und vereisten Wegen war es schwierig, die passende Bekleidung zu finden: kurze Hose oder Laufkralle, Jacke oder T-Shirt? Man mag es kaum glauben, aber alles war vertreten.In der Turnhalle sah es recht wüst aus, als wäre sie im Umbau... es war für Erbsensuppe, Kuchen und Kaffee gesorgt!!
Der Veranstalter hatte uns vorher informiert, die Wege wären eisig und wir sollten vorsichtig sein... gesagt, getan. Die 5er waren um 14.30 gestartet, so dass Sybille, Elke und ich Werner und Ralf anfeuern konnten.
Um 15.20 Uhr war dann Start für die 10 km-Läufer; es galt, den Angerbach 3x zu umrunden. Tatsächlich glich der Lauf eher einem Holpern, Spritzen und Schlittern als einem Lauf auf ebener Erde... Man konnte nur am Rand der Bahn laufen, der zuvor von Streckenposten frei geschaufelt worden war und wo man (dürftig) klar kam.
Zuschauer waren nur vereinzelt zu sichten, aber es gab viele Kinder, die anfeuerten und „abklatschten“. Im Ziel angekommen, war dann auch noch der Tee und Erbsensuppe aus, was sehr schade war. Es gab dann aber doch noch Flüssigkeit in Form von Wasser und eine nette Siegerehrung, bei der auch einige LC´ler (ja, auch ich) zu einer Medaille kamen!
Das 2011er LC-Nordseeteam sucht Verstärkung!
Fiete Jever und Klaus Becks... nicht ganz, sondern die beiden Werners (mitte und rechts auf dem Bild) suchen 1-2 beinharte Leidens- und Laufgenossen für die einzigartige echte LC-Männer-WG an der Waterkant. Und wieder lockt die Nordsee, das Watt und alles wat dazu gehört beim nun 10. EWE Nordseelauf 2011! Interessierte Kandidaten melden sich beim kleinen Werner, gerne noch im Januar, damit die FeWo und damit das Hauptquartier des 2011er LC-Nordseeteams angemietet werden kann! Was Euch so alles erwartet könnt Ihr hier nachlesen! Alle Infos über den Jubiläums-Lauf findet Ihr hier.
7. Friesencross in Schillig oder "Nordseelauf Reloaded"
6 Wochen nach dem Nordseelauf habe ich heute als einer von 89 Läuferinnen und Läufern bei angenehmen Temperaturen und gelegentlichem Sonnenschein am 7. Friesencross in Schillig (Wangerland) teilgenommen. Die Strecke und viele Teilnehmergesichter waren mir noch von der 2. Etappe de Nordseelaufes bekannt.Und so ging es um 18 Uhr auch wie gehabt zunächst 2,5 km über gepflasterte und asphaltierte Wege. Die Strecke führte dann in die Dünen und schließlich zum Strand. Den knöcheltiefen Sand kannte ich ja auch schon. Nach 1,5 km freute man sich schon wieder auf festen Boden. Alle rechneten nämlich mit einer 2. Runde, um auf die ausgeschriebenen 10 km zu kommen. Unerwartet stand da aber hinter der nächsten Kurve ein Streckenposten, der uns geradewegs ins Watt schickte. Jetzt ging es erst richtig los. 5 km Watt und Priele bei heftigem Wind ließen bei mir Erinnerungen an die vorletzte Etappe des Nordseelaufes aufkommen. Der letzte km ging dann wieder durch tiefen Sand. Nach 53:15 Minuten kam ich dann dick paniert aber grinsend ins Ziel. Und wieder war ein Paar Schuhe reif für den Müll. Aber das war es allemal wert... Grüße von der Nordsee Johannes
Aqua Jogging
Hallo zusammen, jetzt der dritte Versuch. Laufen und Triathlon schon wenigstens malversucht und jetzt noch Aquajogging. Wir nehmen Sonntag, (18.7.2010) mit
einer kleinen Lc-Truppe an einem richtig großen Event teil. 1km durch den
Fühlinger See, in Köln, joggen, lt. Veranstalter mit mehreren tausend
Teilnehmern. Mal schauen ob das bei dem Wetter besser klappt warm genug
wird es im Wasser bestimmt auch. Liebe Grüße Volker
mal etwas vom laufen abschweifen
Hallo,
nachdem wir unseren ersten Triathlon (Bilder und Berichte auf der LC Seite)hinter uns gebracht haben müssen wir zugeben das es uns wirklich Spaß
gemacht hat. Aus diesem Grund haben wir uns gleich wieder in Wesel für den
Sparkassentriathlon am Auesee angemeldet. Wir würden uns auch dort wieder
über eine Lc-Fangruppe riesig freuen. Liebe Grüße Volker
Windstärke 8 – Finale im Sturm erobert
Mit einem stürmischen Finale bei Windstärke 8 endete für das vierköpfige LC-Team der Nordseelauf 2010. Die letzte Etappe forderte noch einmal alle Kräfte, die eigentlich schon im Watt stecken geblieben waren. Zwei Runden über jeweils 5,2 Kilometer mussten am Ufer der Weser zurückgelegt werden – fünf Kilometer gegen den Sturmwind und fünf mit einem Turbo im Rücken.
Start und Ziel lagen direkt am Klimahaus, die Strecke führte an den Museen, dem Zoo und dem Hafen vorbei. Doch bevor es los ging, wurde noch einmal in die Hände geklatscht und das Lied von der Nordsee geschmettert. Zum letzten Mal seit acht Tagen. Also – ab dafür. Nach 500 Metern kam die erste Kehrtwende Richtung Wesermündung und man hatte das Gefühl, einfach still zu stehen. Eine Wand aus Wind sagte: „Hier kommst du nicht durch!“ Die Startnummern knatterten wie Segel, Atmung fast unmöglich und die Beine der Urlaubsläufer wurden immer schwerer. Irgendwie waren die großen Pötte auf dem Wasser schneller.
Ganz hinten am Horizont vor der hechelnden Mittelklasse drehten die führenden Läuferinnen und Läufer auf die Deichkrone – und wurden deutlich schneller: Rückenwind! Hoffnung – kämpfen...und was für ein Gefühl: ein Schritt wie auf Flügeln, gleiten, schweben. Geht doch! Aber nach zwei Kilometern war der Traum vorbei, da stand schon wieder diese Wand vor einem. Tröstlich war nur, dass alle auf Reserve liefen. Auch die schnellen Werners, der zügige Johannes und Urlauber Frank. Oberschenkel wie Stein, der Ischias quälte, wir hatten Rücken und Füße. Die letzten Meter auf zwei Holzbeinen – dann war die letzte Etappe geschafft. Wir haben die Tour erfolgreich und unverletzt überstanden.
Was für ein Gefühl, Jubel, vorsichtiges Hüpfen gegen den Schmerz. Egal – da sind sogar Strongmen stolz. 77,7 Kilometer haben wir offiziell in acht Tagen gelaufen und mit guten Platzierungen absolviert: Werner Schmidt wurde in der AK 55 Dritter in insgesamt 5:36.23 Stunden, Werner Grittner in der AK 50 Fünfter (5:44.34 Stunden), Frank Kopatschek in derselben AK 14. in 6:54.57 Stunden und Johannes Terkatz als Jüngster in der AK 45 Zehnter in 6:43.26 Stunden.
Nach der letzten Siegerehrung wurde die Nordsee gerockt. Erleichterung und Freude, erste Geschichten zwischen Watt und Leuchtturm wurden erzählt. Acht Tage wie im Flug bei bester Betreuung und Organisation, acht Läufe mit eigenem Charakter, alle Wetter dieser Welt erlebt (außer Schnee), Insel-Hopping der besonderen Art, jedes Frühstück ein Vier-Gänge-Menü (wegen der Kraft...) und beste Strategieberater in Ostfriesland und Bremerhaven. Fiete Jever und Klaus Beck's sei Dank. Der Abend endete fröhlich in Merlin's Boxengasse – Klappe zu, das bleibt unter uns Nordseeläufern... Tschüss bis zum nächsten Lauftreff sagen die Werners, Johannes und Frank!
Watt'n Kampf – 12,2 Kilometer Schlick und Wasser
Der Startschuss auf der Insel Neuwerk verhallte in der steifen Brise, die von Nordwest kommend das Wasser wieder in die Priele drückte. Endlich, nach stundenlangem Warten ging es für die LC-Läufer auf die abenteuerlichste und härteste Etappe des Nordseelaufs: 12,2 Kilometer quer durchs Watt nach Cuxhaven – und das Wetter war so richtig schlecht...
Als wir mit der Fähre auf die Insel, die übrigens zu Hamburg gehört, schipperten, konnten wir uns gar nicht vorstellen, dass dieses Meer in ein paar Stunden weg sein würde. Einfach so. Und dass wir von diesem Eiland mit dem wuchtigen Leuchtturm wirklich zu Fuß zurück finden müssten. Naja, wird schon – die Sonne schien bei der Ankunft der rund 500 Läuferinnen und Läufer, die allein die Fähre „Flipper“ bevölkerten. Tief hinterm Deich geduckte Häuser, saftige Wiesen, geschäftige Inselbewohner. Idylle pur. Dachten wir, bis das Tief von der Nordsee her böigen Wind mit Dauerschauer brachte. Dagegen ist niederrheinischer Landregen ein verkalkter Duschkopf.Zum Glück war für uns das Strohhotel vorbereitet worden, dicht an dicht konnte man dem Wettkampf entgegen dämmern. Draußen verließ das Wasser langsam das Watt, zu langsam... Irgendwann kam der Augenblick, wo klar war, dass es kein zurück mehr gab: Die Wagen mit unseren Rucksäcken ruckelten über den Deich ins Nebelgrau Richtung Küste. Zum Glück gab's noch einen Fernseher für das Eröffnungsspiel der WM. Und dann machten wir uns gegenseitig Mut: das Nordseelied schallte lauthals übers Watt. Blanker Hans, du kriegst uns nicht! Johannes hatte sich sogar mit Schnorchel, Rettungsring und Schwimmbrille versichert. Peng. Startschuss. Weg.
Die ersten Schritte auf dem Watt waren überraschend fest und sicher. Aber nur eine Variante: es gab Wasser, tiefes Wasser, hüfttiefe Priele, schwarzen, festen Boden, leichten Schlick, tiefen Schlick und Schlick unter Wasser, Muschelbänke und die Rettungsmaste mit Korb oben drauf, falls die Flut schneller als wir sein sollte. Also Gas geben, solange die Kräfte halten. Jeder Schritt sorgfältig gewählt, nur nicht umknicken, die Schuhe füllen sich mit Watt und Sand, werden wieder im frischen Nordseebad gespült. Schwer blieben sie trotzdem. Wenn man sich an Untergrund und Wind im nassen Rücken gewöhnt hat, bleibt Zeit zu schauen, zu staunen und zu genießen. Was für eine Landschaft dieses Watt, weit, flach aber voller Leben. Muscheln in ungeahnter Größe, Krebse, Wattwürmer,es riecht so intensiv nach Meer - und vor dem Horizont reihen sich die Nordseeläufer wie Perlen an einer Kette. Lemminge, die dem Vordermann blind folgen, um bloß ans Ziel zu kommen. Auf dieser Etappe war man so freundlich, die Kilometer rückwärts zu zählen. Das baut auf. Vor allem bei Kilometer 1, den Endpunkt schon vor Augen klappern motivierend noch drei Pferde-Wattwagen mit eingemummelten Nicht-Läufern vorbei. Mann, haben die eine Stimmung, sie bieten sogar kleine Fläschchen Küstennebel an... Nee danke, jetzt nicht, wo die Schuhe unter Wasser noch mal im Schlick nach Halt suchen. Wie verdammt lang können eigentlich 1000 Meter sein. Da endlich Flaggenmännchen – rechts raus auf den Sand, die Düne hoch und ins Ziel gestolpert. Jaaaa, das Wattenmeer ist besiegt! Frank aber auch, nur Johannes und die beiden Werners sehen irgendwie frisch aus. Wie geht das?Völlig unterkühlt gab's die Hoffnung auf eine warme Dusche – aber Pustekuchen, ein kalter Strahl in einem Container war alles. Umkleiden unter freiem Himmel – zum Glück mal ohne Regen. Also nur kölschen Wisch, die Schuhe auf dem großen Haufen entsorgt und dann ab ins Zelt zur Siegerehrung. Sportliches Fazit vor der Abschlussetappe in Bremerhaven: alle vier haben in ihrer AK-Wertung die Plätze gehalten. Klasse! Das lässt auf tolles Finale hoffen – falls die Muskeln halten...







